UNSER PROFIL

KONSE
die Kurzform für Kärntner Landeskonservatorium. Es ist die führende Bildungsein-richtung für Musik und Schauspiel in Kärnten/ Klagenfurt. Vergleichbar mit einer Hochschule bietet sie sowohl Studien für die Laufbahn eines professionellen Musikers, als auch vorberei-tende und weiterbildende Studien an. Die Prüfungen der Berufsstudien werden auf Basis der Gleichwertigkeit von den Universitäten Österreichs anerkannt. Das KONSE unterhält zudem seit 2007 eine Studienkooperation mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
 
Das KONSErvatorium befindet sich nahe dem wunderschönen Wörthersee, wo berühmte Komponisten wie Gustav Mahler, Johannes Brahms, Alban Berg, Hugo Wolf und Anton von Webern einige ihrer bemerkenswertesten Meisterwerke schrieben. Es ist stolz, mit vielen namhaften Kultur- und Bildungseinrichtungen zusammenzuarbeiten (z. B. mit der Alpen-Adria-Universität oder Stadttheater Klagenfurt). Das Professorenkollegium besteht aus 75 Künstlern und Pädagogen mit nationaler und internationaler Reputation. Jedes Jahr nehmen etwa 900 nationale und internationale Studierende das Studienangebot wahr. Das KONSE schätzt es besonders, dass es Studierende seiner Nachbarländer Slowenien, Italien, Kroatien willkommen heißen darf.

Die Studien, teilweise in Kooperation mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt durchgeführt, beinhalten künstlerische, pädagogische und wissenschaftliche Fächer. Einer der wesentlichen Schwerpunkte liegt in der Ausbildung am Instrument, der Stimme, in der Ensemble- und Kammermusik, im Schauspiel und in der Elementaren Musikpädagogik (EMP), jeweils bis zum höchsten Level. Jede Sparte (Klassik, Jazz, Volksmusik und EMP) betreibt auch künstlerische Studienprojekte wie Orchester, Big Band, Oper, Chor, Alte Musik und Produktionen im Ton-studio. Zusätzlich können berufliche Qualifikationen in Lehrgängen und Kursen erworben wer-den. Talentierte Kinder im Alter von vier oder fünf werden in der musikalischen Früherzieh-ung in der Kombination von Singen, Spielen und Bewegung gefördert.
 

UNSERE PHILOSOPHIE, UNSER WEG

Thema "Bachelor – Master“

Unter den gegenwärtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen ist es dem KONSE nicht mög-lich, für alle Studien eine Bachelor- oder Masterqualifizierung anzubieten. Unter sorgfältiger Berücksichtigung der beruflichen Einstiegssituation erscheint uns dies in der Instrumentalaus-bildung jedoch keinesfalls zwingend notwendig zu sein. Im Vordergrund des Interesses uns-erer InstrumentalstudentInnen liegt die instrumentale Fertigkeit, die bei Berufseinstieg (Or-chester, Lehrstelle, freie Szene ...) klarerweise nicht durch einen akadmischen Bachelor oder Master nachgewiesen werden kann. Dabei zählt einzig und allein die musikalisch-künst-lerische Performance. Den Nachweis dieser wollen wir in ertser Linie dadurch gewährleisten, in dem wir national und international anerkannte MusikerInnen und PädagogInnen an unser Haus  binden und dass wir die Studien möglichst praxisorientiert durchführen. Das Argument, "es sei im Fall des Falles doch besser, einen universitären Bachelor oder Master in der Tasche zu haben", kann uns nicht überzeugen, da ein reines Instrumentalstudium für musikalische Berufsfelder außerhalb des Instrumentalen bzw. Gesanglichen keine adäquate Qualifikation darstellt. So wird beispielsweise eine Kulturredaktion eher einen schreibgeübten Hobbymu-siker als einen exzellenten Pianisten ohne Schreiberfahrung anstellen (am besten - so hoffen wir natürlich - eine Absolventin/ einen Absolventin unseres Kooperationssudiums der Ange-wandten Musikwissenschaft, siehe AMuWi).

Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP)

Für einen angestrebten instrumental(gesangs)pädagogischen Abschluss bietet das KONSE durch das Studium der Instrumental- und Gesangspädagogik nach wie vor beste Vorausset-zungen, zumal die derzeitige konservatoriale Studienform im Gegensatz zu Universitäts-studien die Möglichkeit bietet, das Studienprogramm sehr flexibel auf die pädagogische Realität im Musikschulbereich abzustimmen. Das KONSE nützt diesen Vorteil und unsere Studierenden wissen das zu schätzen.
 


UNSER WEG im Bewusstsein der Veränderungen

Wir sind uns natürlich dessen bewusst, dass viele, aus welchen Gründen auch immer, sich nicht als Berufsmusiker etablieren werden können und dass einige daher schon im Verlauf des Instrumentalstudiums nach anderen musikalischen Berufszielen Ausschau halten müssen. Auch die Voraussetzungen in der Musikbranche haben sich drastisch verändert. Dem kann ein Studienangebot der 90iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts natürlich nicht mehr Rechnung tragen. Und damit wären wir beim eingeschlagenen Weg des KONSE in Klagenfurt und der Entscheidung, die wir in Sachen Musikausbildung mittelfristig getroffen haben.
Bereits 2003 wurden Gespräche mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt begonnen. Ziel war es, ein angewandtes musikwissenschaftliches Kooperationsstudium (AmuWi) zu schaffen, um die Berufschancen von Instrumentalstudierenden auf Basis ihrer erworbenen Fähigkeiten in Kombination mit Musikwissenschaft zu erweitern, ohne im Falle eines Umstieges viel an Studienzeit zu verlieren. Vorraussetzung dafür war - wie gesagt - die Schaffung eines Insti-tutes für Musikwissenschaft, die natürlich weit mehr als nur das wissenschaftliche Feigenblatt eines Instrumentalstudiums sein sollte. Dank der Alpen-Adria-Universität und vielseitiger Anstrengungen beider Bildungseinrichtungen konnte das Ergebnis im WS 2007 auf Schiene gesetzt werden.

Jüngste Erfahrungen bestätigen uns sowohl ein großes Interesse an diesem neuen Koopera-tionsstudium (AMuWi) als auch die Richtigkeit der Forderung nach gegenseitiger Verpflichtung von Musikpraxis und Musikwissenschaft. Unser Motto lautet: Musikwissenschaft nicht ohne Instrument!. Das Studium ist zweifellos anspruchsvoll (so auch das IGP oder das künstle-rische Diplom), aber es erhöht auch die Chancen jener, die sich durch ihre kombinatorischen Fähigkeiten für interessante musikalische Berufsfelder wie Musikjournalismus, Musikmana-gement, Musikedition u. a. auf Basis instrumentaler Mindestbühnenerfahrung (!) qualifizieren möchten. 
 
 


Und noch weitere Wege stehen offen

Nichts desto trotz ist das KONSE eine hochschulähnliche, staatlich anerkannte, postsekundäre Bildungseinrichtung, deren Berufsqualifikationen europaweit anerkannt werden. Alle reinen konservatorialen Berufsstudien werden staatlich im selben Rang wie universitäre Studien gefördert. Die Prüfungen des KONSE werden auf der Basis der Gleichwertigkeit gemäß dem § 78 des Universitätsgesetzes 2002 anerkannt. So kann der Studierende, der an eine Musik-universität Österreichs wechseln möchte, dies ohne Probleme tun. Zudem hält das KONSE seit 2008 auch Möglichkeiten bereit, wissenschaftliche Arbeiten während eines KONSE-Stu-diums vorbereiten zu können, die dann nach vorausgegangener Absprache als Bachelor-Ar-beiten für Universitäten anerkannt werden können (Vgl. wieder UG §78 – Anerkennung von Prüfungen).

Das KONSE kann auf zahlreiche Erfolge, die weit über unsere Grenzen hinausgehen, verwei-sen und ist sich daher seiner Kompetenz in Sachen Musikausbildung bewusst. Dies verdankt es auch der selektiven, mit Früherziehung verbundenen Musikausbildung von 5 – 16 Jahren in Zusammenarbeit mit dem Kärntner Musikschulwerk (!). Andererseits schätzt es aber auch die Möglichkeiten an Erfahrungen und Fortschritt, die unsere Studierenden auch an anderen musikalischen Bildungseinrichtungen machen können. Wir können loslassen. Mehr noch, wir bemühen uns um die Schaffung bestmöglicher Vorraussetzungen, weiterführende oder ergänzendes Studien an anderen Institution zu ermöglichen (Diploma Supplement, individu-elle Studienberatung, Vorbereitung wissenschaftlicher Arbeiten, Kontaktgespräche etc.). Wir schätzen unsere Kolleginnen und Kollegen Österreichts und anderer Länder, nicht zuletzt weil wir wissen, wie viel Anstrengung hinter jeder Leistung steckt, eingeschlossen jener Leistun-gen, die unbemerkt bleiben und die in vielfacher Weise dem allgemeinen Kulturgut zufließen. Auch das ist unsere Aufgabe, der wir natürlich gerne nachkommen.  
 





Jedenfalls - Herzlich Willkommen!

Diese Erläuterungen mögen einem die Entscheidung in der Wahl der musikalischen Bildungs-einrichtung erleichtern und die Philosophie unseres Hauses ein wenig näher bringen. Im Mittelpunkt jeder unserer Entscheidung stehen Schüler und Studierdende. Ihre Perspektiven wollen wir auf Basis einer realistische Einschätzung gerne fördern. Daher heißen wir alle Interessenten, Schüler und Studierende herzlich willkommen.















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